
Die Kampagne Fairtrade-Schools bietet Schulen die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Kampagne „Fairtrade-Schools“ verankert das Thema fairer Handel im Schulalltag und schafft bei Schüler:innen ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung.
Getragen wird die Kampagne von Fairtrade Deutschland.
Das Inda-Gymnasium wurde im Mai 2013 als eine der ersten Fairtrade Schools in Deutschland ausgezeichnet.
Projektleitung: Doris Nellessen-Wefers
Website: www.inda-gymnasium.de
Den praktischen Einsatz für den Fairen Handel übernimmt bereits seit Anfang 2011 die Projektgruppe „Fairer Handel am Inda“. Zu besonderen Terminen im Schuljahr führen wir Verkaufs- und Informationsaktionen mit thematisch wechselnden Schwerpunkten durch, beispielsweise Rosenaktionen, Bananenaktionen, Schokoladenaktionen. Verkaufsstände werden in Unterrichtspausen mit Angeboten für Schüler:innen aufgebaut, bei Elternsprechtagen und Schulfesten bieten wir auch hochpreisige Waren an, die für die Elternschaft von Interesse sind.
In unserer Mensa steht zudem der erste Fair-O-mat®, der jemals an einer deutschen Schule eingesetzt wurde. Das Gerät wird seit seiner feierlichen Eröffnung im November 2011 in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Aachen betrieben. Das tägliche Angebot von süßen Snacks wurde in den letzten 9 Jahren zum Erfolgsmodell, das von zahlreichen Schulen übernommen wurde.
Themen des Fairen Handels werden am Inda-Gymnasium mittlerweile in acht verschiedenen Fächern unterrichtet, damit alle Schüler sich mit den Hintergründen unseres Engagements auseinandersetzen können (Katholische Religion, Evangelische Religion, Philosophie, Politik/Sozialwissenschaften, Erdkunde, Erziehungswissenschaften sowie Englisch und Spanisch). Regelmäßig organisieren wir in Zusammenarbeit mit in Aachen ansässigen Hilfsorganisationen Besuche von Produzentinnen und Produzenten am Inda-Gymnasium. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von Fairtrade-Projekten und Bildungsprojekten in Ländern des globalen Südens sollen unsere Schülerinnen und Schüler aus erster Hand erfahren, wie faire Handelsbeziehungen wirken. Hilfe zur Entwicklung darf nie empfunden werden als „milde Gabe von oben herab“, es geht immer um Empowerment und um faire Handelsbeziehungen auf Augenhöhe.
Gelegentlich realisieren wir komplexere Projektideen, um den Fokus stets neu auf den fairen Handel zu lenken. Unsere Aktionsidee zum 40jährigen UNESCO-Jubiläum des Aachener Domes im Jahre 2018 war sehr arbeitsaufwendig, hat aber auch vielen Beteiligten durch den erlebten Erfolg viel Spaß bereitet. Auf der Basis eines schulinternen Gestaltungswettbewerbs zum Dom entwickelte die Projektgruppe „Fairer Handel am Inda“ gemeinsam mit dem UNESCO-Projekt des Inda-Gymnasiums die Verpackung für eine fair gehandelte Vollmilchschokolade in Bioqualität. Unterstützt wurden wir dabei auch von der Fachgruppe Kunst. In Kooperation mit dem Domkapitel Aachen sowie GEPA The Fair Trade Company konnten wir mit dem Gewinnermotiv von Laura Grodde (damals Stufe 8) insgesamt 3150 Exemplare unserer „Inda-Domschokolade“ herstellen lassen und bis Ende 2019 verkaufen.
Die innerschulische Vernetzung mit anderen Projektgruppen, z. B. dem UNESCO-Projekt, den Sozialprojekten der Fachkonferenzen Religion sowie dem Projekt „Schule gegen Rassismus“ sind uns sehr wichtig. Besonders grundlegend für unsere Arbeit ist die Kooperation mit außerschulischen Partnern, vor allem mit dem Aachener Weltladen und mit Fairtrade Deutschland.



