Autor: Admin

Aachen. kocht. fair und nachhaltig

Pressemitteilung | Eine Welt Forum Aachen e. V.

Neue schmackhafte und gesunde Speisen auf dem mittäglichen oder abendlichen Essensteller? Das Online-Kochbuch „Öcher kochen, ohne dass es die Welt kostet“ des Aachener Bündnisses „FAIRhandeln“ sowie des Eine Welt Forums Aachen e.V. unterbreitet vielfältige Vorschläge – alles jedoch auf vegetarischer Basis mit fair gehandelten Lebensmitteln.

Der Lebensstil in den westlichen Ländern, aber auch alle typische Ernährungsgewohnheiten der dort lebenden Menschen sind mitverantwortlich für die weltweit spürbaren Klima- und Umweltprobleme und für die desolaten L bensverhältnisse vieler Menschen vor Ort, insbesondere aber für die Menschen in den Ländern des globalen Südens. Zudem hat die industrielle Landwirtschaft hat einen erheblichen Anteil daran, dass die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten teilweise bereits überschritten sind.

Zugleich kommt eine Vielzahl von Agrarprodukten, die wir alltäglich zu uns nehmen, wie beispielsweise Bananen, Kaffee, Tee, Kakao, Zucker oder Gewürze aus Afrika, Asien oder Lateinamerika. Die Weltmarktpreise für diese Waren sind wahlweise viel zu niedrig oder stark schwankend, aber keinesfalls kostendeckend. Extreme Niedriglöhne, 60 Stunden-Wochen, ausbeuterische Kinde arbeit, Verzicht auf Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sind nur einige der Konsequenzen mit denen sich die Produzentinnen und Produzenten konfrontiert sehen.

Aachener, die sich jeweils in unterschiedlicher Weise für die Belange anderer Menschen und für die Umwelt einsetzen, haben den Kochbuchautorinnen ihre Lieblingsrezepte überlassen. Die Sammlung von Rezepten auf vegetarischer Basis und mit fair gehandelten Produkten soll neugierig machen auf das, was anderen besonders gut schmeckt und sie soll zum Nachmachen motivieren und den Einstieg in eine fleischärmere Ernährung erleichtern. Getreu dem Motto: Guten vegetarischen Speisen fehlt nicht das Fleisch, sie brauchen es nicht!

Die Kochanleitungen wurden in den Kategorien „Vorspeise/Suppe/Kleinigkeiten“, „Hauptgerichte“ und „Dessert/Kuchen“ zusammengefasst und ergänzt durch Menüvorschläge zu bestimmten Regionen oder Anlässen, wie beispielsweise das „Öcher Menü“ oder das „Weihnachtsmenü“. Bei vielen Rezepten findet man zudem ein Foto und einen kurzen Begleittext der „Rezept-Patin“ oder des „Rezept-Paten“.

Kurze Begleittexte zu vegetarischer Ernährung, zum fairen Handel bzw. „Steckbriefe“ zu den wichtigsten fair gehandelten Lebensmitteln sowie ein Saisonkalender komplettieren die Rezepte und bieten zusätzliches „Lesefutter“. Die Rezeptsammlung ist zu finden unter www.aachenkochtfair.de.

Guten Appetit! Bon appétit! Eet smakelijk!

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„Globales Aachen“: Neue Stadtrundgänge zum Thema Fairtrade-Stadt

  • Neu im Angebot von „aachen tourist service“(ats) sind drei Stadtrundgänge zum Thema Fairtrade-Stadt Aachen.
  • Die Rundgänge wurden vom ats, von der Stadt und der Fairtrade-Steuerungsgruppe entwickelt.
  • Der ats hat im touristischen Marketing einen Fokus auf die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit gelegt.

Was bedeutet eigentlich Fairtrade und Nachhaltigkeit? Wo und wie werden Konsumgüter produziert? Welche direkten Auswirkungen hat unser Kauf- und Konsumverhalten auf die Menschen und die Umwelt im globalen Süden? Und wie sah die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Aachen in Hinblick auf soziale Gerechtigkeit aus?

Passend zum zehnjährigen Jubiläum der Verleihung des Titels „Fairtrade-Town“ an die Stadt Aachen hat der „aachen tourist service“ (ats) gemeinsam mit der Stadt und der Fairtrade-Steuerungsgruppe neue Stadtführungen im Themenfeld „Globales Aachen“ entwickelt. Die Organisation Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) hat dieses Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert.

Ein großes Thema – drei verschiedene Rundgänge
Im Mittelpunkt der Stadtrundgänge stehen Orte, die sich für Fairen Handel, Nachhaltigkeit und ein gerechtes Miteinander einsetzen. Das Thema ist dabei so umfassend und spannend, dass gleich drei Rundgänge zum „Globalen Aachen“ entstanden sind. „Es ist toll, dass sowohl für Einwohner*innen als auch für Gäste Aachen als Fairtrade-Stadt erlebbar wird“, sagt Fabiola Blum vom Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen. Sie arbeitet für die Stadt Aachen in der Fairtrade-Steuerungsgruppe mit.

Die Führung „Globales Aachen – die Arbeit kleiner Hände“ stellt die sozialen Aspekte der wirtschaftlichen Stadtentwicklung und die sich im Laufe der Industrialisierung verschärfende Kluft zwischen den gesellschaftlichen Schichten in den Fokus.

Auch der Rundgang „Globales Aachen – wirtschaftliche Verflechtungen im Laufe der Zeit“ setzt einen historischen Schwerpunkt und schlägt den Bogen von Aachens überregionalen Handelsbeziehungen in der Steinzeit bis hin zur Rolle der heutigen Hochschulen, die mit ihren internationalen Kontakten und Forschungsergebnissen im Fokus der Globalisierung stehen.

Was Fairen Handel ausmacht und wo nicht nur Gästen der Stadt, sondern auch Aachener*innen das Thema im Alltag begegnet, erfahren die Teilnehmenden bei der dritten Stadtführung „Globales Aachen – Fairtrade Stadt“. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen bei einem informativen Spaziergang durch Aachen die verschiedensten Verkaufsstellen von fairen Produkten“, erläutert Mona Pursey vom Eine Welt Forum Aachen e.V.: „So können sie beim nächsten Einkaufsbummel gezielt Geschäfte besuchen, die den Fairen Handel unterstützen.“ Die Produktpalette der Geschäfte ist dabei groß: von Lebensmitteln wie Kaffee, Tee und Zucker über Getränke und Früchte, Brotaufstriche, Gewürze, Getreide und Süßwaren bis hin zu Accessoires, Blumen, Kosmetik, Kleidung und Textilien. Die Vielfalt umfasst viele Lebensbereiche.

Fokus auf Fairtrade und Nachhaltigkeit gelegt
ats-Vorständin Caroline Noerenberg betont: „Wir freuen uns, dass wir ein tolles, neues Produkt gemeinsam mit der Stadt anbieten. Ziel ist es, unseren Gästen das Thema Fairtrade auf unterhaltsame Art und Weise näherzubringen. Mit den drei Themenschwerpunkten können wir zudem ganz unterschiedliche Zielgruppen erreichen.“ Und ihre Vorstandskollegin Katrin Hissel ergänzt: „Im letzten Jahr haben wir auch bei uns im touristischen Marketing einen Fokus auf die Themen Fairtrade und Nachhaltigkeit gelegt. Ökologisches Reisen wird im Tourismus immer wichtiger.“

Bereits vor der den einzelnen Stadtführungen lädt das Café Ferbers in der Tourist-Information am Elisenbrunnen zum Verweilen ein. Besucherinnen und Besucher können hier in Ruhe eine Tasse eines frisch aufgebrühten und in Aachen gerösteten Kaffees genießen.

Die Führungen dauern jeweils zwei Stunden und sind als Gruppenführung buchbar, und zwar über folgende Internetadresse: https://www.aachen-tourismus.de/aachenfuehrungen/. Tickets gibt es zudem in der Tourist-Info Elisenbrunnen. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Rufnummer +49 241 18029-50.

In der Aachener Fairtrade-Steuerungsgruppe arbeiten Vertreter*innen der Stadt, des Eine Welt Forums, des Weltladens, des Gaststätten- und Einzelhandels-verbands DEHOGA, des Märkte- und Aktionskreises City (MAC), des Hilfswerks Misereor sowie von Weltweit am Dom mit.

Internet: www.aachen-tourismus.de

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Fairtrade-Stadt Aachen: Kampagne „Ich bin fairliebt“ ist gestartet

27.11.2020 | Presseinformation | Stadt Aachen | Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing


  • In der Fairtrade-Stadt ist am Freitag (14. September) die Kampagne „Ich bin fairliebt“ gestartet. Sie zielt darauf ab, die Idee des fairen Handelns in der Aachener Bevölkerung noch bekannter zu machen.
  • Mit einem gemeinsamen ‚Fairtrade-Logo weisen bereits 24 Geschäftsleute, Gastronomiebetriebe und Unternehmen darauf hin, dass sie fair gehandelte Produkte anbieten. Weitere wollen folgen.
  • Bürgermeister Norbert Plum weist in seinem Grußwort auf die Bedeutung des fairen Handelns hin, gerade auch mit Blick auf die Menschen, die nach Europa flüchten, weil sie in ihren Heimatländern keine Perspektiven mehr sehen.

„Die Stadt Aachen ist seit 2011 als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet“. Diese Tatsache hob Bürgermeister Norbert Plum in seinem Grußwort zum Auftakt der Aachener Fairhandels-Kampagne unter dem Motto „Ich bin fairliebt“ heraus, die bis Anfang Oktober läuft.

Mit kritisch-mahnenden Worten erinnerte Bürgermeister Plum an die Flüchtlinge, die auf zum Teil lebensgefährlicher Reise nach Europa kommen und warum sie ihre Heimatländer verlassen. „Wir müssen an die Fluchtursachen heran, wir müssen etwas dagegen tun, dass die Menschen ihre Herkunftsländer verlassen“, sagte Plum. Sie bräuchten eine Perspektive fürs Bleiben, faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Grundlage dafür. „Und genau hierzu können die Aachener, die Deutschen insgesamt beitragen“, davon ist der Bürgermeister überzeugt. Er forderte alle dazu auf, fair gehandelte Produkte zu kaufen, wo immer es möglich ist.

Plum sieht die Stadt Aachen auf einem guten und richtigen Weg und dankte allen, die die Idee des fairen Handels in Aachen durch ihr Tun bekannter machen, darunter Initiativen, Vereine, Geschäftsleute und Gastronomiebetriebe. Sie sorgen dafür, dass immer mehr Menschen beim Einkauf darauf achten, dass die gewünschten Produkte fair gehandelt worden sind.

Eine Aktion, viele Akteure

Die Kampagne „Ich bin fairliebt“ in Aachen ist ein Beitrag im Rahmen der bundesweiten „Fairen Wochen“ (www.faire-woche.de) vom 14. bis 29. September 2018. Sie ist eine Aktion der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Aachen, in der der MAC (Märkte- und Aktionskreis City), das Eine-Welt-Forum, Misereor, das Bündnis „Fairhandel(n)“, die Stadt Aachen, der Weltladen Aachen, DEHOGA (Verband der Hotel- und Gastronomiebetriebe) sowie Geschäftsleute in der Altstadt vertreten sind.

Die Kampagne soll den Fairtrade-Gedanken öffentlichkeitswirksam unterstützen. Der Konsum fair gehandelter Produkte soll gefördert werden. Fachgeschäfte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen, die fair gehandelte Produkte verkaufen, sollen bekannter werden. Und es gilt, die Stadt Aachen als attraktive und vielfältige Einkaufsstadt weiter aufzuwerten. Elmar Wiezorek, Leiter des Fachbereichs Umwelt, unterstrich, wie wichtig es sei, den fairen Handel für die Menschen in der Stadt erlebbar zu machen. Er versteht die aktuelle Kampagne als eine „neue Initialzündung“, um die Idee des fairen Handelns bei  immer mehr Menschen bekannter zu machen.

Bunter Mix aus Aktionen und Werbung

Die Initiatoren haben sich bei der Vorbereitung der diesjährigen Kampagne auf einen bunten Mix aus Aktionen und Werbung verständigt, um die Idee des fairen Handelns bekannter zu machen. Geworben wird mit CityCards in Gaststätten und Läden, auf Litfaßsäulen und mit so genannten SwingCards in Bussen. Der so genannte Aachen Café Amistad wird in einigen Läden günstiger verkauft. Es gibt
eine Promotion-Aktion mit einem Kampagnen-Lastenfahrrad direkt mit den beiteiligten Geschäften in der Stadt (Termine und Orte siehe weiter unten). Mittel- und langfristig sollen sich die Fairtrade-Betriebe in Aachen noch enger vernetzen und mit weiteren gemeinsamen Aktionen auf ihr Engagement beim fairen Handeln hinweisen. Ein gemeinsames Logo wird an allen Geschäften und Gaststätten zu finden sein, wo es fair gehandelte Produkte gibt.

24 sind schon dabei, weitere wollen teilnehmen

Die ersten 24 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen sind bereits mit dem gemeinsamen Logo gekennzeichnet und auf dem Online-Stadtplan „Fairhandeln in Aachen“ zu finden: Accept Reisen, Bäckerei MOSS, Bio- Supermarkt Vital, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Blumen Nicolaye, Chico Mendes, Contigo Fairtrade Shop, denn’s Biomarkt, Fair-Handels-Markt St. Donatus, Gepa Verkaufsstelle Misereor, Gut Paulinenwäldchen, Hanf Kiste – igeda, InMemoriam Bestattungshaus, jarula Naturtextilien, La Volotte Wolleladen, Lana Outletshop, Lotus Collection, miila Baby- und Kinderladen, Sport & Mode Gruber, Via Naturkostladen, Weltladen Aachen, Weltweit am Dom, Yucca Design, zeitlos herrenmode. Weitere haben ihre Teilnahme angekündigt. Lastenfahrrad auf Tour durch die Stadt
Das Lastenfahrrad fährt mit einem Team von Promotern und Infomaterial und Probierpäckchen während der Fairen Wochen bis zum 29. September durch Aachen, unter anderem zu folgenden Orten:

  • 15. September: Weltladen, Jakobstraße
  • 18. September: Wochenmarkt Brand
  • 21. September: Blumen Nicolaye im Hirschcenter und Yucca Design, Kockerellstraße
  • 22. September: Einhard-Gymnasium und Contingo – Weltweit am Dom, Krämerstraße
  • 24. September: miila Baby- und Kinderladen, Jakobstraße
  • 25. September: Accept Reisen, Lothringer Straße, und Lotus Collection, Annastraße
  • 28. September: Rewe im Kapuziner Karree

Die Fair-Handels-Kampagne wird von der Stadt Aachen sowie mit Zuschüssen von Engagement Global, Katholischer Fonds, Brot für die Welt und freiwilligen Beiträgen der Einzelhandelsgeschäfte unterstützt. Das Lastenraf wird vom Fahrradkurierdienst CLAC kostenlos zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur diesjährigen Kampagne gibt es bei Siegbert Gossen,
Weltladen Aachen e.V.

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